Vor Ort bei Herzog Küchen

Individuell gestaltete Küchen aus dem Thurgau

Ein Familienbetrieb fertigt in vierter Generation «Küchen mit Herz» und kombiniert dabei klassisches Handwerk mit modernen Geräten.

Die Küchen von Herzog können in ihren Showrooms besichtigt werden. Der grösste Ausstellungsraum ist beim Hauptsitz in Unterhörstetten. ­Weitere sind in Schlieren bei Zürich, Rapperswil und Gossau in St. Gallen.
Die Küchen von Herzog können in ihren Showrooms besichtigt werden. Der grösste Ausstellungsraum ist beim Hauptsitz in Unterhörstetten. ­Weitere sind in Schlieren bei Zürich, Rapperswil und Gossau in St. Gallen.
Die Mitarbeitenden beraten die Kunden in allen Bereichen und helfen ihnen unter anderem bei der Auswahl aus der beeindruckenden Farbpalette.
Die Mitarbeitenden beraten die Kunden in allen Bereichen und helfen ihnen unter anderem bei der Auswahl aus der beeindruckenden Farbpalette.

Wir befinden uns im kleinen Ort Unterhörstetten im Thurgau. Bereits 1912 eröffnete die Familie Herzog hier eine kleine Schreinerei. «Mein Urgrossvater suchte seine Kundschaft noch direkt im Dorf und bot Schreinerarbeiten jeder Art an», erzählt Marc Herzog. Er ist Geschäftsführer des Betriebs. Der Standort ist zwar derselbe wie damals, aber seit der Firmengründung vor über 100 Jahren hat sich einiges geändert. Mit dem verstärkten Aufkommen von Einbauküchen in der Schweiz in den 1950er- und 1960er-Jahren hat sich der Betrieb auf den Küchenbau spezialisiert und als renommierter Küchenhersteller in der Schweiz etabliert. 

«Küche mit Herz» – so lautet der Slogan von Herzog Küchen. In der Produktion in Unterhörstetten werden die Küchen in einer Kombination aus Handarbeit und modernsten maschinellen Produktionsmethoden hergestellt und zusammengebaut. «Eine unserer grossen Stärken ist, dass wir unsere Kundschaft von der Planung über die Fertigung bis hin zur Montage komplett begleiten und sehr individuell auf ihre Bedürfnisse eingehen können», erklärt Firmenchef Marc Herzog. Dazu zählt das Unternehmen auf rund 250 engagierte Mitarbeitende, die alle unter einem Dach arbeiten. Zusätzlich betreibt der Schweizer Küchenhersteller drei Aussenstellen. 

Handwerk in Kombination mit Hightech 
Die Herstellung einer Herzog-Küche ist komplex und erfordert zahlreiche Arbeitsschritte. Als Grundlage des Küchenmöbels dienen fast immer dekorative Spanplatten, die im Werk zugeschnitten und mit Kanten versetzt werden. Verschiedene Bohrungen oder Fräsungen folgen, bis schliesslich Schubladen, Fronten und Korpusse zu fertigen Küchenmöbeln zusammengebaut werden können. Dabei kommen einerseits hochmoderne Maschinen mit Automatisationslösungen sowie Roboter zum Einsatz, welche die Prozesse beschleunigen. Andererseits gibt es aber unzählige Arbeitsschritte und Handgriffe, die die handwerkliche Präzision der geschulten Mitarbeitenden erfordern. 

Die Arbeitsplatten sowie Elektrogeräte für die Einbauküche werden über Handelspartner bezogen und von eigenen Monteuren vor Ort eingebaut. Von der Auftragserteilung bis zur fertigen Küche dauert es inklusive Materialbeschaffung in der Regel rund zwei Monate. Der Einbau vor Ort nimmt im Durchschnitt knapp eine Woche in Anspruch. 

Individuelle Betreuung von Privatkunden 
Die Kundschaft des Schweizer Traditionsbetriebs ist breit gefächert: Etwa 80 Prozent der Aufträge stammen von Baugenossenschaften oder Verwaltungen, rund 20 Prozent von Privatpersonen. Entsprechend entstehen Küchen für Mietwohnungen, Stockwerkeigentum und Einfamilienhäuser. Vor allem für die private Kundschaft spielt die persönliche Beratung eine zentrale Rolle: «Wir besichtigen zu Beginn das Objekt, machen die entsprechenden Abmessungen und besprechen individuelle Wünsche. Danach erstellen wir einen Vorschlag und laden die Kundin oder den Kunden zu einer Visualisierung in unseren Showroom ein», so Herzog. Auf Wunsch übernimmt das Unternehmen auch die Koordination von Elektrikern, Bodenlegern oder Sanitärbetrieben. 

Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität 
«Wir leben Nachhaltigkeit, so gut es möglich ist», betont Geschäftsführer Marc Herzog. So werden die Holzabfälle aus der Produktion genutzt, um die hauseigene Heizanlage CO₂-neutral zu betreiben. Zudem ist das Unternehmen mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die rund 40 Prozent des Strombedarfs deckt. Auch bei den Lacken achtet Herzog Küchen auf Umweltverträglichkeit und verzichtet bewusst auf lösungsmittelhaltige Produkte. Ein weiterer Pluspunkt: Der Grossteil der Kundschaft kommt aus einem Umkreis von 100 Kilometern, wodurch lange Transportwege vermieden werden. Mit dieser Haltung will Herzog Küchen auch künftig ein wichtiger Hersteller individuell gefertigter Küchen in der Schweiz bleiben. 

Die Kreationen von Herzog verdeutlichen, dass Küchen längst kein reiner Arbeitsbereich mehr sind. «Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat die Küche zum Zentrum des Wohnens gemacht, das Kochen, Essen und Wohnen verbindet und zugleich Ausdruck von Lifestyle ist», erläutert der Geschäftsführer. Herzog Küchen reagiere darauf mit einer stetig wachsenden Material- und Farbvielfalt sowie durchdachten Planungskonzepten, die Ästhetik und Funktionalität vereinen. Und so können wir sicher sein, dass der Traditionsbetrieb auch in Zukunft ein Garant für vielfältige und moderne Schweizer Küchenmodelle bleiben wird.

Herzog Küchen AG

Es gibt sehr viele Arbeitsschritte und Handgriffe, die die handwerkliche Präzision der geschulten Mitarbeitenden erfordern.
Es gibt sehr viele Arbeitsschritte und Handgriffe, die die handwerkliche Präzision der geschulten Mitarbeitenden erfordern.
Arbeitsprozesse werden durch hochmoderne Maschinen mit Automatisationslösungen sowie durch Roboter beschleunigt.
Arbeitsprozesse werden durch hochmoderne Maschinen mit Automatisationslösungen sowie durch Roboter beschleunigt.

Mehr Informationen zum Thema Küchenbau gibt es in der Ausgabe 4/25 vom Magazin HÄUSER MODERNISIEREN.

Text: Mathias Steger
aus dem Magazin: Häuser modernisieren, Zeitschrift Nr. 4/2025

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